Geschichte des FSV Riedrode

 

Am Sonntag, den 2.11.1952 war die Geburtstunde des
FSV Riedrode. Nun sagt zwar ein Sprichwort, dass aller Anfang schwer ist, beim FSV war er jedoch besonders schwer, konnte man imersten Spieljahr doch kein einziges Spiel auf dem heimischen Sportgelände austragen. So verlor mandann auch fast jedes Spiel bis zur Spielrunde 53/54 als man endlich auch auf dem Riedroder Sportplatz Heimspiele austragen durfte. Bäume riss man zwar auch jetzt noch keine aus, aber es war ein Aufschwung zu erkennen und die Reservemannschaft wurde immerhin
C-Klassen-Meister in dieser Saison.
 

Die 1. Mannschaft im Gründungsjahr


Willi Herweck
Philipp Schramm
Hermann Debus
Hans Mühlbauer
Karl Zinnel
Hans Kellermann
Hans Fetsch
Heinz Fuchs
Frank Wilhelm
Helmut Vonderheit
Heinz Debus


 

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Die 2. Mannschaft im Gründungsjahr


Heinz Ofenloch
Erwin Weitz
Hans Heck
Karlheinz Menges
Hans Gotha
Jakob Huy
Werner Steffan
Karlheinz Klotzbach
Heinz Held
Werner Henkel
Horst Bauer
Karl Jakob
Wilhelm Tiefel


 

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Gründungsmitglieder

Zwei aus der guten alten Zeit, die den Verein aus der Taufe gehoben haben, sehen Sie unten abgebildet. Philipp Schramm ist schon von uns gegangen. Karl Zinnel war, bis er 2011 verstorben ist, als unser Platzwart tätig.
 

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Karl Zinnel

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Philipp Schramm

Alle Anstrengungen aus der untersten Klasse herauszukommen schlugen in den ersten Jahren fehl und so wurden gelegentliche Turniersiege eben uni so ausgelassener gefeiert. Turnierpokale hatten zu der damaligen Zeit auch noch einen höheren Stellwert als dies heutzutage der Fall ist.

In der Saison 1965/66 war es dann aber endlich soweit:
der FSV Riedrode errang die Meisterschaft in der C-Klasse und stieg in die B-Klasse auf. Jakob Egon war gleichzeitig mit 33 Toren Torschützenkönig des Kreises Bergstraße. Im ersten Jahr nach dem Aufstieg konnte man das Ziel Klassenerhalt noch realisieren, doch nach der zweiten Saison musste man wieder den bitteren Weg zurück in die C-Klasse antreten.
 

Die Meistermannschaft 1965 / 1966

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Hinten: Heinz Fuchs (1. Vors.), Hans Holz, Klaus Schumacher, Jakob Kern,
Philipp Schmitt, Willi Herweck, Egon Jakob, Josef Held, Philipp Schramm,
Kaspar Ohl, Karlheinz Bertsch, Karl Zinnel (Spielausschuß).
Vorne: Heinz Holz, Alfons Pfund, Quinibert Heuser, Gesa Beringer,
Erwin Mecke.
 

Erste AH Mannschaft des FSV Riedrode

1970 wurde die AH-Abteilung des Vereins gegründet. Das Bild zeigt die Mannschaft, die im gleichen Jahr am
Rudolf-Bräunig-Gedächtnistunier beim VFR Bürstadt teilnahm.
 

erste_ah-mannschaft

Hinten: Heiz Ofenloch, Hans Heck, Alfons Pfund, Dieter Gotha, Jakob Huy, Willibald Schramm, Willi Herweck, Philipp Schramm Dieter Dinges.
Vorne: Karlheinz Bertsch, Heinrich Brechenser, Karlheinz Menges,
Hans Schramm, Otto Kilian.
 

Das erste Jubiläum

Schließlich stand das erste Vereinsjubiläum an, das 25-jährige. Der damalige Vereinsvorsitzende Helmut Beringer und seine Vorstandskollegen Reinhold Kühn und Horst Wurm wollten diesen Anlass mit einem Titel feiern und so wurden insgesamt 12 neue Spieler für die Blau-Weißen verpflichtet. Das erklärte Ziel hieß Meisterschaft und fast wäre das Vorhaben auch von Erfolg gekrönt gewesen, doch durch den Einsatz eines Spielers während der Wechselsperre wurden dem FSV 4 Punkte am "Grünen Tisch" abgezogen und die erreichte Meisterschaft wieder aberkannt. Einen Titel, mit dem eigentlich niemand gerechnet hatte, konnte die neu formierte Mannschaft dann doch noch erringen. Bei der erstmals ausgetragenen Fußball-Stadtmeisterschaft erreichte man das Endspiel gegen den hohen Favoriten VfR Bürstadt. Vor 650 Zuschauern schlug man auf dem Sportgelände der Eintracht Bürstadt die Oli's nach 1:1 und Verlängerung im Elfmeterschießen.

            FSV Riedrode der 1. Bürstädter Stadtmeister 1977 !

1._stadtmeister

Hinten: Freudenstein (Trainer), Kecskemeti, Humm, Rosenberger, Friedle,
Götte, Miehe, Bräunig, Wedel.
Vorne: Stalf, Hartmann, Geist, Brückmann, Zillessen, Graf, Keilmann.

 

FSV Riedrode gegen Darmstadt 98

Das 25-jährige Jubiläumsfest war dann der absolute Höhepunkt in der Vereinsgeschichte. In einem großen Zelt, das auf dem Reitplatz stand, wurde ausgelassen gefeiert und als sportlicher Höhepunkt wurde ein Spiel des neuen Stadtmeisters gegen die Zweitliga-Truppe des SV Darmstadt 98 ausgetragen. 45 Minuten konnte man mithalten und es stand 1:0 für Darmstadt. Trainer Lothar Buchmann war das natürlich zu wenig und am Ende siegten die Lilien dann doch noch standesgemäß mit 7:0.
 

Der Aufstiegs-Hattrick

Nach den Feierlichkeiten hieß es "Auf ein Neues" und in der anschließenden Saison war dem FSV dann die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen. Mit einem 3:0 Sieg in Reichenbach holte man sich den Titel mit 2 Punkten Vorsprung. Die damalige Heimfahrt im Bus und Autokonvoi an deren Ende die "Verhaftung" des Busfahrers stand, liefert heute noch Gesprächsstoff am Stammtisch. Als i-Tüpfelchen holte sich die Freudenstein-Truppe durch 2 Siege gegen Wald-Michelbach den Titel eines Kreismeisters. Die Reserve wollte da ihrer "Ersten" in nichts nachstehen und holte ebenfalls den Meistertitel.
 

Die Meistermannschaft 1977 / 1978

meister_1978

Hinten: Beringer, Beringer, Miehe, Götte, Humm, Freudenstein (Trainer), Zillessen, Bräunig, Jakob, Eichhorn, Friedle, Pfund, Reinhard, Beringer.
Vorne: Kecskemeti, Stalf, Kruschenski, Hartmann, Marin, Geist, Keilmann, Kühn.
 

Unser eigenes Vereinsheim

Im Frühjahr des Meisterjahres bekam der Verein dann endlich auch sein eigenes Vereinsheim. Am 01.04.78 unterzeichnete Vorsitzender Helmut Beringer den Mietvertrag mit der Deutschen Bundesbahn über die Nutzung des Riedroder Bahnhofs als Vereinsheim des FSV Riedrode. Im gleichen Jahr wurde dann auch mit den Umbauarbeiten begonnen und trotzdem war in den kommenden erfolgreichen Jahren oftmals die "Hütte" zu klein.

Auch die überregionale Presse wurde damals langsam auf den FSV "Cosmos" Riedrode aufmerksam. "Kicker" und "Bild" brachten Bildberichte über den ersten Verein mit eigenem Bahnhof.
 

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Vizemeister und Aufsteiger 1978 / 1979

Der Start in der B-Klasse verlief dann nicht gerade berauschend. Hafte man in den vergangenen beiden Jahren die Gegner meist mit spielerischen Mitteln bezwungen, so mussten die Freudenstein-Schützlinge nun auch das Kämpfen lernen. Es dauerte einige Wochen bis die Mannschaft dies kapiert hatte, doch dann kletterte man Sonntag für Sonntag in der Tabelle nach oben bis man zum Schluss als Vizemeister hinter Eintracht Bürstadt den zweiten Aufstieg in Folge feiern durfte - A-Klasse.

auftieg_1979

Hinten: Kecskemeti, Zillessen, Friedle, Rosenberger, Horn, Miehe.
Vorne: Kruschenski, Stalf, Held, Keilmann, Geist, Jakob, Bräunig.
 

Für das kommende Jahr war das erklärte Ziel Klassenerhalt, hatte bei den FSV Verantwortlichen doch keiner mit 2 Aufstiegen in Folge kalkuliert. Doch überraschenderweise verlief die Vorrunde des A-Klassen-Neulings fast sensationell gut und zur Halbzeit hatte man nur 1 Spiel verloren und konnte mit der 1. + 2. Mannschaft die Herbstmeisterschaft feiern. Eine katastrophale Verletzungsserie brachte die Mannschaft in der Rückrunde dann ins Straucheln. Zudem gab es erstmals mitten in einer Saison beim FSV einen Trainerwechsel - Klaus Rieger kam für Rainer Freudenstein. Irgendwie konnte man sich dann doch wieder an die Spitze heran kämpfen und im letzten Saisonspiel kam es schließlich zum großen Showdown beim zuhause ungeschlagenen Tabellenführer TSV Aschbach. Im vermutlich dramatischsten Spiel der Vereinsgeschichte besiegten die Blau-Weißen ihren Gegner vor 800 Zuschauern durch Tore von Zillessen und Beichtmann (2) mit 3:2. Der Durchmarsch von der C-Klasse in die Bezirksliga war perfekt. Da die 1b-Mannschaft des VfR Bürstadt punktgleich war, musste der Meistertitel in einem Entscheidungsspiel ermittelt werden. Der VfR gewann dieses Spiel mit 1:0, was der Aufstiegsfreude beim FSV jedoch keinen Abbruch tat.
 

Vizemeister und Aufsteiger 1979 / 1980

aufstieg_1980

Hinten: Rieger (Trainer), Rosenberger, von Dungen, Miehe, Friedle, Miltner, Humm, Zillessen, Kruschenski, Bräunig, Kühn (Masseur).
Vorne: Kratz, Reihnhard, Beichtmann, Kecskemeti, Schader, Keilmann, Geist, Jakob, Wurm-Schembs.
 

Erste Jugend-Abteilung beim FSV Riedrode

1980 war auch das Jahr in dem der FSV Riedrode erstmals eine Jugendabteilung im Wettbewerb anmeldete. Für zwei Jahre konnte man eine A-Jugend und eine B-Jugend-Mannschaft stellen, dann musste der Spielbetrieb wieder eingestellt werden. Bernd Zinnel und Thorsten Tiefel sind zwei Spieler die aus dieser Jugendabteilung hervorgingen.

A - Jugend

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B - Jugend

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Auch bei der 1. Mannschaft gab es einige Veränderungen. So wurde Klaus Rieger, der auf eigenen Wunsch die Mannschaft nur bis Saisonende übernommen hatte, von Günter Wüst als neuem Trainer abgelöst. Zahlreiche neue Spieler kamen, aber keiner hatte Bezirksligaerfahrung und so ging man mit einem etwas mulmigen Gefühl in die neue Runde. Aber wieder einmal schlug sich die Bahnhofstruppe prächtig und erreichte im ersten Bezirksligajahr einen hervorragenden 8. Tabellenplatz (unter 19). Am Schluss der Saison mussten mit dem FV Biblis, 01. Lampertheim und 07 Bensheim drei Kreisvereine den Abstieg in die A-Klasse antreten. Doch auch der FSV mußte Abschied nehmen und zwar von Rudi "Kecs" Kecskemeti, einem Mann der ersten Stunde, dem ein gehöriger Anteil am sportlichen Aufschwung des FSV Riedrode gebührte.
 

Erstausgabe des FSV Fahrplan

1981 wurde dann zum ersten mal eine Stadionzeitung beim FSV Riedrode herausgegeben, der "FSV Fahrplan". Unten sehen Sie die Erstausgabe des Heftes, das mittlerweile schon im 21. Jahrgang zu jedem Heimspiel der Blau-Weißen erscheint. Im Vorstand wurde der bisherige 1. Vorsitzende Helmut Beringer von Horst Wurm abgelöst, der dieses Amt jedoch nur bis Jahresende kommisarisch übernahm und dann durch den neuen Vorsitzenden Reinhold Kühn ersetzt wurde.
 

 

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Im folgenden Jahr verpasste die Wüst-Trupe dann sogar den Aufstieg in die Landesliga nur denkbar knapp. Hinter den beiden Aufsteigern Darmstadt 98 II und Wolfskehlen landete man auf einem sensationellen 3. Tabellplatz. Nachdem man, außer 1981, nun seit 1977 jedes Jahr einen Aufstieg oder Meisterschaft errungen hatte, war 1982 wieder ein Titel fällig. Als Ausrichter der Fußball-Stadtmeisterschaft schlug man im Endspiel den hohen Favoriten VfR Bürstadt, der mit 7 Akteuren der ersten Garnitur angetreten war, in der Verlängerung durch Tore von Günter Held und "Brummer" Reinhardt mit 2:1. Zwei Jahre später (1984) ging der Pokal dann endgültig in den Besitz des FSV Riedrode über, als das Team vom Bahnhof die Eintracht aus Bürstadt auf deren Platz im Endspiel mit 2:1 besiegten.

Auch in der Saison 1982/83 spielte man wieder um die Meisterschaft mit, und landete am Schluss auch auf einem respektablen 4. Tabellenplatz. Erfolgreicher war in diesem Jahr die Reservemannschaft, die unter der Leitung von Co-Trainer Friedle den Titel eines Bezirksmeisters erringen konnte. Zum Ende dieser Saison verließ Trainer Wüst dann den FSV, ein Glücksfall als Trainer für unseren Verein, der wie kaum ein anderer seine Spuren beim FSV hinterlassen hat. Sein Nachfolger wurde Günter Held. Mit Lothar Humm und Roland Kruschenski beendeten zwei Abwehrrecken, die vom ersten Titel an dabei waren, ihre Laufbahn.

 

Der Abstieg

In den folgenden Jahren konnte man jedoch nicht mehr an die glänzenden Leistungen der ersten Bezirksligajahre anknüpfen und der FSV rutschte in Mittelfeldregionen ab. Die Reorganisation der Spielklassen brachte durch die Einführung der Bezirksoberliga dann zwar noch einmal einen Pseudo-Aufstieg in diese Klasse, aber 1987 war dann der erste Abstieg nach 20 Jahren perfekt.
Man könnte fast sagen, der FSV nahm's mit Humor, denn genau in diesem Jahr fand die erste Faschingssitzung des FSV statt. Eine Veranstaltung die mittlerweile fast bis zur Perfektion weiterentwickelt wurde und inzwischen nicht nur in Riedrode großen Anklang gefunden hat. Geniessen an der Kartennachfrage ist selbst das Bürgerhaus Riedrode schon fast zu klein geworden. Hauptinitiator dieses Ereignisses ist von der ersten Stunde an Spielausschussmitglied Günter "Brummer" Reinhardt.

Natürlich wurde in den Folgejahren der sofortige Wiederaufstieg angestrebt, aber fast jedes Jahr ging dem FSV auf der Zielgeraden die Puste aus.
Im Jahr 1989 wurde dann sogar ein FSV-Fanclub gegründet, der die Mannschaft bei ihren Spielen lautstark unterstützte.
 

1990 war das Jahr in dem der FSV zum ersten mal seinen mittlerweile "weltbekannten" Sauball veranstaltete. Was damals als ein etwas besseres Vereins-Schlachtfest begann, um den Vereinsfreunden am Kerwesamstag auch einen Kerwetanz bieten zu können, hat mittlerweile ähnliche Dimensionen wie die Faschingsveranstaltung angenommen.
 

Wiederaufstieg zum Jubiläum

Im Folgenden Jahr löste Claus Hartmann für 1 Jahr Reinhold Kühn in der Vereinsführung ab, der aus beruflichen Gründen ein Jahr pausieren wollte. Sportlich hatte man inzwischen 4 Jahre auf den Wiederaufstieg gewartet. Wieder war ein Jubiläum angesagt - das 40-jährige. Unter der Leitung von Trainer Kurt Wattendorf lieferte sich der FSV mit der SG Einhausen einen heißen Zweikampf an der Spitze. Erst am letzten Spieltag wurde dann mit einem frenetisch gefeierten 3:1 Sieg gegen TSV Reichenbach vor eigenem Publikum der Wiederaufstieg in die Bezirksoberliga unter Dach und Fach gebracht. Die Torschützen an diesem Jubeltag waren Uwe Kubasta, Thomas Haberer und Wolfgang Brenner.

 

Die Meistermannschaft 1991 / 1992

meister_1992

Hinten: Miehe, Zinnel, Brenner, Richter, Wurm-Schembs.
Mitte: Vorderheid, K.Kubasta, Barchfeld, Zöller, Tiefel, Reinhart, Wattendorf.
Vorne: Haberer, U.Kubasta, Ohl, Betz, Böck, Beierle.
 

Im November des gleichen Jahres fanden dann die Feierlichkeiten zum 40-jährigen Vereinsjubiläum in der TSG-Halle statt. Absoluter Höhepunkt war dabei der Auftritt des Eurostars-Sextetts, die mit ihrer Musik die Halle zum Kochen brachten.

Mit dem VfR Bürstadt (Oberliga), SG Riedrode (Landesliga) und FSV Riedrode (Bezirksoberliga) hatte sich Bürstadt mit seinen Stadtteilen zur absoluten Fußball-Hochburg im Kreis Bergstraße entwickelt. Nur die Platzverhältnisse im östlichen Stadtteil waren weiterhin tiefste Provinz. Alle Unterstützungszusagen und "wohlwollenden Prüfungen", die im Rahmen der Feierlichkeiten bezüglich eines Rasenplatzes ausgesprochen wurden, haben jedoch bis heute keine Früchte getragen.
 

1992 wurde auch die neue Vereinssatzung erstellt, was im wesentlichen dadurch begründet war, dass ein 4er-Gremium die Leitung des Vereins übernimmt, das zur Hälfte bei geraden Jahreszahlen und zur anderen Hälfte zu ungeraden Jahreszahlen gewählt wird, mit dem Hintergrund, dass der Verein nie ohne Führung dastehen soll.
 

Die schweren Jahre

In der nun folgenden Bezirksoberliga-Saison sorgte die Mannschaft weiterhin für Furore. Die Vorrunde beendete man auf dem aufstiegsberechtigenden 2. Tabellenplatz. In der Rückrunde erlitt das Team jedoch aufgrund einer Verletztenmisere einen Einbruch und beendete die Runde mit dem 8. Tabellenplatz.
Man hätte also rundum zufrieden sein können beim FSV, sportlich und auch kulturell war die Welt in Ordnung. Doch die Gefahr kam von außen. Zum einen wollte sich die Deutsche Bundesbahn, als Eigentümer des Vereinsheims, nicht mehr mit dem bisherigen, zugegebenermaßen günstigen Mietzins zufrieden geben, und legte der Vereinsführung einen Vertrag mit einer Mieterhöhung um insgesamt 900%!! vor, was auf Dauer den wirtschaftlichen Ruin für den FSV Riedrode bedeutet hätte. Zum anderen kam vom Verband die Einführung des §27 der Spielordnung, wonach Vereine der Landesliga und Bezirksoberliga mindestens 2 Jugendmannschaften verschiedener Altersklassen zum Spielbetrieb melden müssen. Bei der Größe von Riedrode ein zum Scheitern verurteiltes Unterfangen für den FSV. Einziger Ausweg war die Bildung einer Jugend-Spielgemeinschaft, für die der FSV jedoch auch 6 Spieler pro Mannschaft stellen musste. Nachdem man nach intensiver Suche mit dem TSV Auerbach endlich einen Partner gefunden hatte bei dem man sich "einkaufen" konnte, bedurfte es noch einer Menge Schriftwechsel bis der Verband seine Genehmigung erteilte. Da bekannterweise gute Fußballer nur Mädchen als Kinderbekommen, mußten 10 Mitgliedertöchter zum Spielbetrieb gemeldet werden. Das Problem war damit aber nur verschoben und nicht aufgehoben, denn der Verband erteilte die Genehmigung zur Jugend-Spielgemeinschaft nur für 1 Jahr, dann musste der FSV eine selbständige Jugendabteilung vorweisen. Das hätte für den Verein vom Bahnhof nach der Saison 94/95 geheißen: Zwangsabstieg.

 

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Erich Keilmann löste in diesem Jahr (1994) Reinhold Kühn in der Vereinsführung ab. Als sich die Saison, sicherlich auch eine der schwächsten der Blau-Weißen, langsam dem Ende zuneigte, geschah etwas Seltsames. Spieler des FSV wurden reihenweise des Feldes verwiesen, haarsträubende Fehlentscheidungen der Schiedsrichter gegen Riedrode waren an der sonntäglichen Tagesordnung und man bekam als FSV'ler immer mehr den Eindruck, dass von höherer Stelle gewünscht war, dass der FSV Riedrode sportlich und nicht am "grünen Tisch" absteigt. Sei's drum, dem Wunsch wurde letztendlich entsprochen und die Blau-Weißen mussten wieder den Weg zurück in die Bezirksliga antreten.
In der Mitgliederversammlung im September 1995 wurde dann der Versammlung als einzig mögliche Lösung für einen Wiederaufstieg die Fusion mit dem Nachbarverein SG Riedrode angeboten. Nach hitzig geführter Diskussion wurde dieser Vorschlag mit 24 zu 17 Stimmen, bei 2 Enthaltungen abgelehnt.
Nach dem Abstieg verließen 2/3 der 1. Mannschaftspieler den Verein und so war man mittlerweile nicht nur in finanziellen Nöten, die ersten Mieterhöhungen der DB waren zum Tragen gekommen, auch sportlich begann nun der Überlebenskampf. Der Verein rutschte in immer tiefere Tabellenregionen und schien in die A-Klasse durchgereicht zu werden.
Am Ende der Saison kam es dann zu einem nervenzerreibenden Entscheidungsspiel gegen den SV Schwanheim. Auf dem Einhäuser Sportgelände konnte die Haberer-Truppe dann mit einem hochverdienten 3:0 Sieg den Klassenerhalt doch noch sichern. In den folgenden Jahren konnte die Mannschaft ihre Leistung dann wieder etwas stabilisieren und sicherte sich einen Stammplatz im Tabellenmittelfeld.
 

Die eigenen 4 Wände

Nachdem im sportlichen Bereich also wieder Ruhe eingekehrt war, konnte sich die Vereinsführung nun wieder dem Thema "Kauf des Vereinsheims" widmen. Am 15.06.98 wurde dann in Frankfurt alles perfekt gemacht und der Kaufvertrag unterzeichnet. Bereits am 25.5.98, direkt nach dem letzten Spieltag, hatte man mit den Renovierungsarbeiten begonnen mit einer überwältigenden Bereitschaft der Vereinsmitglieder. Zum Rundenstart 98/99 standen über 3000 geleistete Arbeitsstunden zu Buche. Im November des gleichen Jahres erfolgte dann die offizielle Einweihung. Möglich war dies nicht nur durch die handwerkliche Unterstützung der Vereinsmitglieder und Bürstädter Unternehmen, sondern auch durch die Spendenbereitschaft von Mitgliedern und Freunden, die ihrem FSV die Zukunft sichern wollten.
 

Auch sportlich hatte man sich inzwischen wieder etwas nach oben orientiert und nach der Saison 99/2000 haften die Blau-Weißen mit dem 3. Platz die Relegation nur ganz knapp verfehlt. Besser machte es da die Reserve, die in diesem Jahr die Meisterschaft erringen konnte. Durch einen großen Aderlass an Spielern kam man in der Folgesaison zwar kurzzeitig in Bedrängnis, ereichte dann aber durch eine Superserie in der Rückrunde noch einen einstelligen Tabellenplatz. In der nun zurückliegenden Saison kam mit Robinson Renkel für Werner Kilian wieder ein neuer Trainer an den Bahnhof; der mit der Mannschaft, in der nun abgelaufenen Saison, einen hervorragenden 5. Tabellenplatz (punktgleich mit dem 4.) erreicht hat und dabei lange Zeit um die aufstiegsberechtigten Plätze mitgespielt hat.
Nach alter Tradition könnte man sagen: das war auch Pflicht, denn in Jubiläumsjahren war der FSV immer besonders stark.
 

Die 1. Mannschaft 2001 / 2002

1.mannschaft_02

Hinten: Eichhorn (Betreuer), Beslmeisel (Masseur), Knorr, Pascetta, Scholl, Abel, Jacubino, Kühner, Oriana, Bräunig, Münch, Renkel (Trainer).
Vorne: Zinnel, Kubasta, Haberer, Manyoki, Tiefel, Wartusch, Bendes, Nokkhunthot.
 

Die 2. Mannschaft 2001 / 2002

2.mannschaft_02

Hinten: Eichhorn (Betreuer), Beselmeisel (Masseur), Tiefel, Kling, K.Kubasta,
Werner, Volkmann, Bräunig, Renkel (Trainer).
Vorne: Wurm-Schembs, Putzer, Wilhelm, U.Zinnel, Brückmann.

 

Die AH-Abteilung

Das Herzstück eines fast jeden Amateurvereins ist die AH-Abteilung. Vor nunmehr 32 Jahren wurde diese Abteilung beim FSV ins Leben gerufen. Zwar steht bei der AH meist Kameradschaft und Geselligkeit im Vordergrund, aber auch der sportliche Ehrgeiz ist, gemessen an den lautstarken "Kretschereien" während der Spiele, oftmals ungebrochen. Eine AH-Abteilung ohne Spielbetrieb wäre wohl auch unvorstellbar. Die Blütezeit erlebte die FSV-AH Mitte der 80er bis Anfang der 90er Jahre, wo sie quasi als Auffangbecken diente für Spieler die in der 1. + 2. Mannschaft ihre Karriere beendeten. Eine Saison mit 35 Spielen und 8-10 Turnieren war damals gang und gebe. Heute ist das Ganze auf ca. die Hälfte reduziert, da es an "Nachwuchs" mangelt. Diese Tendenz ist jedoch mittlerweile bei fast allen Vereinen zu beobachten, warum sonst sind Großfeldturniere für AH-Mannschaften so rar geworden. In diesem Jahr scheint sich jedoch beim FSV ein Wandel zu vollziehen, denn viele ehemalige 1. Mannschaftsspieler in den besten Jahren haben ihre Zusage für die neue Saison gegeben. Zu erwähnen in diesem Zusammenhang sind dabei Thomas Haberer, Bernd Zinnel und Uwe Kubasta als aktuelle
1. Mannschaftsspieler der abgelaufenen Saison. Mit dem Feiern hatte die AH zwar noch nie Probleme, aber nach sportlichen Erfolgen lässt sich natürlich um so schöner feiern.


Mit ihren Veranstaltungen komplettiert die AH-Abteilung das jährliche "Festprogramm" des Gesamtvereins. Nach dem Neujahrsempfang und der Faschingssitzung des Hauptvereins folgt das Schlachtfest der AH und der Familienausflug. Das Vatertagstreiben wird wieder vom Hauptverein ausgerichtet, bevor die AH zum Sommernachtsfest einlädt. Dem AH-Herrenausflug im Herbst folgt der Sauball des Hauptvereins bevor die AH mit ihrer Weihnachtsfeier das Jahr beschließt. Auch bei Arbeits- und Helferdiensten steht die AH in vorderster Front und nicht zuletzt liefert sie Sonntags die "Ergänzungsspieler" für die Reservemannschaft. Als Ausnahmeerscheinung kann in diesem Zusammenhang "Mike" Mayer erwähnt werden, der mit über 50 Jahren neben der AH-Spielrunde auch wieder fast eine komplette Reserverunde in diesem Jahr absolviert hat.
 

AH-Mannschaft 2002

ah2002

Hinten: Dejung, U.Kubasta, Putzer, Keilmann, Werner, Brosch, K.Kubasta.
Vorne: Mayer, Tiefel, Ohl, Kling, B.Zinnel, Haberer.

 

Der Gesamte Vorstand im Jubiläumsjahr

gesamt-vorstand

Hinten: Achim Münsch, Wolfgang Friedle, Erich Keilmann,
Ludwig Rosenberger, Herbert Bräunig.
Mitte: Guido Eichhorn, Jakob Kern, Lothar Humm, Hansi Ohl,
Hans Brückmann.
Vorne: Lothar Sattler, Marianne Eichhorn, Christa Kern, Renate Brückmann, Sven Stier.

 

 

 

 

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